Schützengesellschaft Börnste e. V.  1751

Museum

Die Protokollbücher / Buch 2

 

1984
Seite 169 - 173

 

Generalversammlung

Am 7. Januar 1984 versammelten sich die Mitglieder der Schützengesellschaft Börnste im Hause Waldfrieden. Das Grußwort des Vorsitzenden galt den zahlreich erschienenen Börnstern, jedoch im besonderen dem Königspaar Paul Mühlenbäumer und Maria Sommer. Im stillen Gebet gedachten die Anwesenden den Verstorbenen. Ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr ließ nochmals die Eckpunkte des Vereinslebens wach werden. Anschließend wurde die finanzielle Situation des Vereins erörtert. H. Ebbing und K. Stegemann wurden als Kassenprüfer bestellt. Das zur Verfügung gestellte Zahlenwerk fand die Zustimmung der Prüfenden. Auch das verlesene Jahresprotokoll konnte ungeschoren die kritischen Ohren passieren. Die Entlastung des Vorstandes fiel folglich einstimmig aus. Im Punkto Vorstandswahlen gab es keine Neuerscheinungen. Ludger Kuhmann und Willi Wieschhörster, die beide schon mehrere Legislaturperioden hinter sich gebracht haben, konnten für weitere vier Jahre gewonnen werden. Das Team der Fahnenoffiziere Josef Weiling, Franz-Josef Schürhoff, Bernhard Gövert und Andreas Feldmann wird ebenfalls im nächsten Schützenjahr wieder den Verein entsprechend der gestellten Aufgabe vertreten. Chef der Jungschützen bleibt weiterhin Hubert Sträter. Das auch 1984 ein Schützenfest gefeiert werden soll, stand außer Frage. In weiser Voraussicht hatte der Vorstand den 12. bis 14. Mai ins Auge gefasst. Diesem Termin stimmten die Versammelten zu. Beitrag, Eintritt und Schussgeld betragen weiterhin 5,00 DM. Die Zuwendung des Festwirts Anton Wiemann bleibt ebenfalls stabil. Steigerungen waren diesbezüglich vom Vorstand im Vorfeld leider, wohl mit Blick auf vergangene sowie zukünftige Tarifabschlüsse nicht durchzusetzen. Es bleibt insoweit bei der Summe von 550,00 DM. Ob und wieweit Biermarken zu den einzelnen Veranstaltungen ausgegeben werden, bleibt der Entscheidung des Vorstandes und dessen Blick auf die Kassenlage vorbehalten. Biermarken werden bekanntlich vornehmlich aus sogenannten Spendengeldern finanziert.

Der Vorstand wurde von den Anwesenden beauftragt, die mehr oder weniger schlummernde Satzung des Vereins aufzuarbeiten, den Realitäten der Zeit anzupassen und der nächsten Generalversammlung vorzulegen. Die Börnster Fahne, darüber besteht ebenfalls Einigkeit, soll restauriert werden. Mit der Durchführung bzw. Vergabe dieser Arbeit wurde ebenfalls der Vorstand betraut. Nachdem nunmehr alle wesentlichen Kriterien abgearbeitet waren und weitere Punkte von den Versammelten nicht mehr zur Diskussion gestellt wurden, konnte Josef Lücke als Vorsitzender verbunden mit einem Dank an alle zum festlichen Teil des Abends überleiten. In geselliger Runde, wie bei den Börnstern üblich an der Theke, nahm der Abend seinen Verlauf, der aus der Sicht der Familie Knepper mit einem Wehmutstropfen bezogen auf die Umsatzzahlen vermengt wurde. 

 

Hinweis auf das Börnster Schützenfest im "Treffpunkt Dülmen" (Auflage: 13000)  vom Mai 1984.

 

Schützenfest 1984

Am Abend des 12. Mai war es wieder soweit. Die Börnster feierten ihr Schützenfest. Auftakt war, wie seit Jahren, die heilige Messe in der Viktor-Kirche. Um 20.30 Uhr eröffnete das Königspaar den Tanzreigen. Auf dem neuen Zeltboden machte es wohl nicht nur dem Verlesenden Freude, einige Runden mehr als gewöhnlich zu drehen. Offensichtlich war auch die Kalkulation von Festwirt Anton Wiemann im Lot. Jedenfalls musste man dies seinem zufriedenen Blick entnehmen.

Am Sonntagmittag konnten Franz Wilde und Hubert Sträter eine große Zahl aktiver Schützen begrüßen, obwohl vor allem den Jungschützen der lange Samstag noch in den Knochen saß. Dies sollte sich jedoch im Laufe des Tages schnell ändern. Nach der Stärkung durch einige Korn, gespendet vom König Paul Mühlenbäumer, gingen die Jungschützen stürmisch ans Werk. Der recht bunte Vogel wurde bis auf den harten Kern abgeknabbert. So kahl und bei Tag besehen, verloren auch die vorher ach so Aktiven den Mut. Von vereinzelten aufrüttelnden Schüssen abgesehen, konnte man durchaus einen Teil des Nachmittags als stille Messe bezeichnen. Erst am Spätnachmittag nach Abwägen aller zu prüfenden Kriterien an der Theke kam wieder Dampf auf. Schließlich war es unser Neubörnster Sieghard Möller, dem es vergönnt war, die Königswürde zu erringen. Zur Mitregentin wählte er Agnes Brambrink, deren Ehemann Paul wohl nicht gut genug gezielt hatte. Mit frischem Mut und dem neuen Königspaar genossen die Börnster mit ihren Gästen den zweiten Festabend und einige Biere. Nicht nur die Familien Lütkenhaus und Laudick, die besonders eng mit dem Fest verknüpft sind, werden bestätigen können, daß der Sonntag erst am Montag zu Ende ging. 

Der sogenannte zweite Schützenfesttag, der Montag, begann mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal und einer Gedenkrede von Bürgermeister Arno Gosepohl, der mit Dechant Stüper den Nachmittag bei den Börnstern verbrachte.

Wie in den vergangenen Jahren war das Kaffeetrinken der Frauen ein Erfolg. Die Börnster hatte ein volles Haus. Auch die Losverkäufer (Jungschützen) konnten über Absatz nicht klagen. Nach kurzer Zeit waren die Eimer leer und alle Gewinne, es gab wohl auch Nieten, an den Mann bzw. die Frau gebracht. Der dritte Abend bot allen Unentwegten dann nochmals Gelegenheit, Standfestigkeit an der Theke und sportlichen Ergeiz auf dem Parkett zu beweisen. Jedenfalls hat wohl niemand außer der sogenannten Platte Schaden genommen, so daß auch für 1985 wohl gute Aussichten für ein zu feierndes Schützenfest bestehen.

 

Sonstige Feiern

Freibier und Erntedankfest waren in diesem Jahr nach vergangenen Minusjahren relativ gut besucht. Sollte etwa den Unkenrufen zum Trotz die Musik schuld daran haben? Kann man der Musik und weniger den Worten von Anton Wiemann Glauben schenken, ist vorsichtiger Optimismus, der uns zu Ansporn veranlassen sollte, angebracht. Es wäre sicher nicht nur nach Meinung des Schreibers schade, wenn Börnste zum Beispiel kein Erntedankfest mehr auf die Beine stellen könnte. Der vom Schützenverein durchgeführte Seniorennachmittag war gut besucht. Er erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

 

Weiteres aus dem Vereinsleben

Die Fußballmannschaft besitzt dank einer Spende der DAB-Brauereien sowie der Firma Overbeck inzwischen neue Trikots. Verbunden hiermit ist eine Bierabnahmeverpflichtung für die nächsten Jahre. Eine Abordnung der Börnster Schützen nahm an den Jubiläumsfeierlichkeiten des Schützenvereins Mitwick - Weddern teil. Die Börnster Fußballer waren ebenfalls im Rahmen des Fußballturniers aktiv und erreichten den dritten Platz. Die Vereinssatzung wurde von drei Mitgliedern des Vorstandes überarbeitet und dem Gesamtvorstand zur Kenntnis gebracht, der dieser Überarbeitung in der letzten Sitzung zustimmte.

 

 

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