Schützengesellschaft Börnste e. V.  1751

Museum

Die Protokollbücher / Buch 2

 

1983
Seite 163 - 168

 

Generalversammlung 1983

Die Mitglieder der Schützengesellschaft Börnste trafen sich am 7. Januar in schon fast gewohnter Weise zur Generalversammlung im Hause Waldfrieden. Josef Lücke als Vorsitzender eröffnete die Versammlung pünktlich um 19.00 Uhr. Seinen Gruß verband er mit einem besonderen Wort an das amtierende Königspaar Paul Wieschhörster und Elisabeth Lewe.

Die Anwesenden verharrten anschließend im stillen Gebet. Sie gedachten insbesondere den im verflossenen Jahr verstorbenen Bürgern unserer Bauerschaft.

Nach einem kurzen Rückblick, verbunden mit dem Dank an alle Mitglieder, ging es mit dem sogenannten finanziellen Teil des Vereinslebens weiter. Ulrich Lütkenhaus und Helmut Timmermann wurden als Kassenprüfer bestellt. Beide befassten sich ausgiebig mit dem zur Verfügung gestellten Zahlenmaterial. Weder hier noch dem vorgetragenen Jahresprotokoll konnten Ungereimtheiten festgestellt werden. Die Entlastung des Vorstandes wurde folglich einstimmig erteilt. Die Wahl der Vorstandsmitglieder verlief ebenfalls ohne "Neuerscheinungen". Ewald Schlaut und Franz Wilde wurden von den Mitgliedern für weitere vier Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die Reihe der Fahnenoffiziere bekam hingegen Nachwuchs. Andreas Feldmann rückte für Paul Wieschhörster entsprechend nach. Keine Änderung gab es bei den Jungschützen. Hubert Sträter konnte nach anfänglichem Zögern überzeugt werden.

Auch 1983 soll nach Meinung der Mitglieder ein Schützenfest gefeiert werden. Als Termin wurden der 7., 8. und 9. Mai festgehalten. Die Zuwendung des Festwirts beträgt in diesem Jahr 550,00 DM. Ein entsprechender Vergleich konnte vom Vorstand in einer vorangegangenen Sitzung erzielt werden. Beitrag, Eintritt und Schussgeld betragen weiterhin jeweils 5,00 DM. Biermarken sollten wie gewohnt je nach Finanzlage ausgegeben werden. Eine genaue Festlegung war und ist uns soweit nicht möglich, da diese gute Gewohnheit vornehmlich aus sogenannten Spendengeldern der Stadt, der Jagtpächter, der Firma Lütkenhaus, des Festwirtes usw. finanziert werden. Endgültig gestrichen wurde die Küche, die mit ihren Einnahmen im vorangegangenen Jahr die Erwartungen nicht erfüllte. 1983 soll die Besatzung eines Imbisswagens ausschließlich für das leibliche Wohl der Festteilnehmer sorgen. Der Verkauf wird sowohl draußen als auch im Festzeltanbau stattfinden.

Wie alle umliegenden Vereine wurden auch wir von der Ordnungsbehörde des Kreises aufgefordert, den Schießstand nach einschlägigen Richtlinien anzupassen. Mit der Planung und Überwachung der Änderungen, die insbesondere am Kugelfang durchgeführt werden müssen, wurde der Vorstand betraut.

Dem bekannten Wunsch sportaktiver Börnster konnte der Vorstand leider nicht viel greifbar positives entgegenhalten. Besserung (feste Hallenbenutzungszeiten) wird wohl erst dann eintreten, wenn die am Stift Karthaus geplante Sporthalle erstellt ist. Entsprechende Zusicherungen wurden von Herrn Dr. Lemmen dem Vorstand gegeben. Es bleibt in soweit zu hoffen, daß der sportliche Trend der vergangenen Jahre trotz dieser misslichen Lage beibehalten werden kann. Nachdem nunmehr die Liste der Neuerungen, Kümmernisse usw. abgearbeitet waren, ging man zum sogenannten gemütlichen Teil über. Das Winterfest bot allen noch Zeit und Gelegenheit, den Film des Jahres 1982 in gemütlicher Runde und vielleicht schon mit ein wenig Abstand zu betrachten.

 

Schützenfest 1983

Wie in den Vorjahren eröffnete eine heilige Messe in der Vikorkirche das Schützenfest. Um 20.30 Uhr trafen sich dann die Börnster mit ihren Gästen im Festzelt, um den Abend feuchtfröhlich zu genießen. Dieser Wunsch wurde wohl auch Wirklichkeit, denn am Sonntagmittag konnten Franz Wilde und Hubert Sträter wohl mit Recht sagen: "Ich sehe einige, die nicht da sind!" Im Laufe des Nachmittags, der durch das Schießen um die Königswürde bestimmt war, konnte man jedoch mit Beruhigung den Gesundungsprozess der Börnster beobachten. Der Schützenplatz füllte sich in Erwartung des Königsschusses zusehens. Paul Mühlenbäumer, Mitglied des Vorstandes, war es vergönnt, die Königswürde zu erringen. Frau Sommer ist für dieses Jahr seine Mitstreiterin.

Da nach alter Tradition das Erringen der Königswürde durch ein Mitglied des Vorstandes dessen Rücktritt zur Folge hat, wurde hier die erforderliche Wahl von den angetretenen Schützenbrüdern getätigt. Josef Sommer, der Ehemann unserer Schützenkönigin, wurde vorgeschlagen und mit der überwältigenden Mehrheit gewählt. Josef Sommer nahm die Wahl an. Der Festball am Abend verlief in harmonischer Atmosphäre. Hierzu leisteten nicht nur der Alkohol, sondern auch die Musiker mit ihrer flotten Gangart, die auf den überwiegend jüngeren Teil der Gäste zugeschnitten war, ihren Beitrag.

Der Montag begann mit dem Marsch zum Ehrenmal. Nach einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege hielt Herr Bürgermeister Schlieker als Vertreter der Stadt Dülmen eine kurze Gedenkrede. Zusammen mit Herrn Dechant Stüper verbrachte er auch einen weiteren Teil des Nachmittags beim sich anschließenden Kaffeetrinken. Wie schon in den Vorjahren saß man, um im Vergleich zu sprechen, wie "die Sardinen in der Dose". Der Festwirt muß wohl auch 1983 die entsprechenden Hinweise von den Mitgliedern des Vorstandes wohl nicht recht verstanden haben. Dennoch war auch der Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Losglück ein Erfolg. Der Abend gab dann nochmals allen Unentwegten die Gelegenheit, die Trittfestigkeit des Zeltbodens, insbesondere im Bereich der Theke, zu prüfen und am frühen Dienstagmorgen war das alte, uns bestens bekannte Lied zu hören, "aber eins, aber eins, das bleibt bestehen, der FCB, der wird nie untergehen", was sicher übertragen heißt, daß auch 1984 Schützenfest gefeiert werden soll.

 

Weitere Veranstaltungen des Jahres

Das diesjährige Freibier, aber insbesondere das Erntefest, litten unter einem hoffentlich vorübergehenden Fehlen von Gästen, was Festwirt Anton Wiemann selbstverständlich dem Vorstand nicht vorenthalten konnte. Wer konnte es ihm auch verdenken. Den Anwesenden tat dieses jedoch keinen Abbruch. Sie feierten nach eigenem Bekunden ausgezeichnet.

Die Fußballmannschaft der Börnster Schützen konnte sich in diesem Jahr leider kein Ruhmesblatt an die Fahne heften. Sie belegte beim bekannten Turnier der Vereine nur den vierten Platz. Eine Besserung sollte in der nächsten Saison daher aus verschiedenen Gründen wohl nicht zu schwer fallen.

Eine Abordnung unseres Vereins nahm an den Jubiläumsfeierlichkeiten des Allgemeinen Schützenvereins Lette im Sommer des Jahres teil.

 

Tätigkeitsbericht

Wie bereits angesprochen, musste die Schießanlage den sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst werden. Die Einholung eines Sachverständigengutachtens usw. war erforderlich. Die Ausführung der entsprechenden Arbeiten erfolgte, wie in der Vergangenheit, in Eigenregie. Mitglieder des Vorstandes trugen die Hauptlast. Sie verbrachten, vor allen Dingen vor dem Fest, mit Hammer, Kneifzange und Spaten bewaffnet, einige Abende. Die zwingend erforderliche Genehmigung zum Schießen konnte somit noch rechtzeitig eingeholt werden. Die finanzielle Belastung dieser und anderer Maßnahmen ist aus den Kassenunterlagen ersichtlich. Im Laufe des Sommers mussten auch Arbeiten am Schützenplatz selbst, Einsähen, Zaumausbessern usw., durchgeführt werden, die eine längere Sperrung des Platzes mit sich brachten. Auch im Bereich des Kriegerehrenmals gab es und gibt es Arbeit. Insbesondere bei der Bepfanzung hinterließ der Sommer seine Spuren. Diese Trockenheit herrschte selbstverständlich nicht bei den Vorstandsmitgliedern bzw. Vorstandsveranstaltungen. Es gab, worauf hier abschließend hingewiesen werden soll nich nur Tage, an denen die Mitglieder ihre Ärmel zur Arbeit aufkrämpelten, sondern auch durchaus unterhaltsame und fröhliche Stunden. 

 

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