Schützengesellschaft Börnste e. V.  1751

Museum

Die Protokollbücher / Buch 2

 

1956
Seite 48 - 53

 

Generalversammlung 1956

Am Sanntag, den 15. April um 14.30 Uhr konnte der Vorsitzende des Vereins Herr Franz Brambrink eine stattliche Zahl Schützenbrüder zur Generalversammlung begrüßen. Besonders begrüßte er den Schützenkönig, seine Majestät Heinrich der IV und Ehrenmitglied Herr Lehrer Ridder. Dem Gedenken der Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten durch Erheben der Schützenbrüder von den Plätzen folgte die Verlesung der Protokolle sowie Darlegung der Kassenlage. Dem Kassenbericht schloß sich die Kassenprüfung zu welcher von der Generalversammlung die Herren Josef Weiling und Hubert Böinghoff beauftragt wurden. Die Kasse wurde für richtig geführt befunden und dem Kassierer Entlastung erteilt. Als nächstes kam man zur Vorstandswahl. Die Herren Friepörtner und Schlaut schieden satzungsgemäß aus. Für beide wurde Wiederwahl
beantragt. Sie wurden einstimmig wiedergewählt. Nur Herr Friepörtner mußte noch befragt werden, ob er die Wahl annimmt, da er nicht anwesend war. Auch die Wahl der Fahnenoffiziere
ging mit einstimmiger Wiederwahl über die Bühne. Des weiteren kam die Gestaltung des Schützenfestes zur Sprache.Das Programm läuft wie in den Vorjahren. Am ersten Festtag um 10.00 Uhr das Hochamt in der St. Viktorkirche zu Dülmen für die Verstorbenen und Gefallenen der Bauerschaft Börnste. Um 1.00 Uhr Antreten der Schützenbrüder im Festzelt zum Vogelschießen. Nach der Proklamation des neuen Königs Rückmarsch zum Festzelt. Im Festzelt ist dann der Königstanz dem sich der allgemeine Festtanz anschließt. Der zweite Tag beginnt mit der Gefallenenehrung. Um 14.00 Uhr Antreten der Schützenbrüder auf dem Hofe Friepörtner. Nach der Rückkehr vom Kriegerehrenmal im Festzelt Verlosung, Kinderbelustigung sowie Aufführung von Spielen und Tänzen der Schulkinder. Gegen 19 Uhr beginnt dann abermals der Festball. Weitere Einzelheiten zur Vorbereitung des Festes wurden dem König und Vorstand überlassen. Unter Punkt Verschiedenes stellte Herr August Weiling den Antrag das Freibier und Erntefest nur unter Börnstern zu feiern und jede Veröffentlichung in der Tageszeitung möge unterlassen werden, daß es zu keinem Massenauflauf käme, denn Freibier wie auch Erntefest sei Sache der Bauerschaft.

Zur Sprache kam weiter die Anschaffung von Degen. Bisher sei der Verein gezwungen gewesen, jeweils zum Schützenfest sich diese Sachen vom Nachbarverein Merfeld zu leihen. Bedingt durch die schlechte Finanzlage der Vereinskasse war es nicht möglich gewesen, Degen anzuschafften. Die Kasse habe sich aber wieder erholt und so schlug der Vorsitzende der Versammlung vor, der Anschaffung von Degen zuzustimmen, was auch allseits der Fall war. Der Vorstand wurde beauftragt, die Degen mit Zubehör in einem Fachgeschäft zu kaufen.

Zur Sprache kam weiter die Gründung einer Jungschützengruppe. Man vertrat aber allgemein den Standpunkt, dies vorläufig noch
zurückzustellen und das Fest nicht größer aufzuziehen, vielmehr an der alten Tradition festzuhalten.

Der Vorsitzende nutzte diese Gelegenheit und bat alle diejenigen, denen es raummäßig möglich ist, das Erntefest abzuhalten, seine Räumlichkeiten für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Gegen 17.00 Uhr schloss der Vorsitzende die Versammlung mit einem
Dank an Herrn Lehrer Ridder für die Bereitstellung des Schulraumes.

 

Schützenfest 1956

Wie vorgesehen wurde das Schützenfest am 3. und 4. Juni auf dem Hofe des Schützenkönigs Herrn Heinrich Höynk gefeiert. Nachdem die Schützenbrüder dem Hochamt für die Verstorbenen und Gefallenen der Bauerschaft in der St. Viktorkirche beigewohnt hatten, versammelten sie sich gegen 13.00 Uhr im Festzelt. Pünktlich konnte der Kommandeur Herr Josef Sommer die angetretene Kompanie zum Vogelschießen melden. Nachdem die Fahne von den Fahnenoffizieren abgeholt war, zogen an die 80 Schützenbrüder hinaus zur Vogelstange. An der Vogelstange wurden vom Vorstandsmitglied Herrn Josef Geilmann die Satzungen des Vereins verlesen, der dann auch weiter den schriftlichen Teil erledigte. Bevor das Schießen begann, schritt man noch zur Wahl eines Vorstandsmitgliedes. Herr Friepörtner der in der Generalversammlung nicht anwesend war, aber als Vorstandsmitglied wieder vorgeschlagen wurde und gewählt wurde, nahm auf Befragen die Wahl nicht wieder an. Da nun die Schützen an der Vogelstange im Sinne der Paragraphen auch eine Generalversammlung darstellen, schlug man Herrn Hubert Böinghoff als neues Vorstandsmitglied vor. Herr Böinghoff nahm die Wahl nicht an. Gründe äußerte er nicht. Des weiteren wurde Herr Alfons Weiling vorgeschlagen und wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an.

Nachdem all dieses erledigt war, begann das Vogelschießen. Durch gute Beteiligung und flottem Schießen hatte man dem Vogel schon schnell arg zugesetzt, so das es dem alten Schützenkönig Herrn Heinrich Höynk gelang, den prächtigen Vogel zu Fall zu bringen. Er hat somit seine Königswürde tapfer verteidigt und hätte rechtmäßig die Ehre, wieder für ein Jahr Schützenkönig zu sein. Er zog es aber vor, ein Faß Bier aufzulegen und hatte ordnungsgemäß innerhalb von zwei Stunden wieder einen Vogel herbeigeschafft, so daß das Schießen wieder beginnen konnte und es gelang nach kurzer Zeit Herrn Bernhard Püffken mit einem
gut gezielten Schuss die Königswürde zu erringen. Zur Schützenkönigin erkor er sich Frau Höyink. Als dann die Königin eintraf wurde seine Majestät Bernhard der I. und Majestätin Franziska feierlich zum neuen Königspaar proklamiert. Im Festzelt angelangt erfolgte der Königstanz woran sich der allgemeine Festtanz anschloss.

Der zweite Schützenfesttag begann mit einer Gefallenenehrung. Um 14.00 Uhr konnte Herr Josef Sommer annähernd 100 Mann zur Ehrung der Gefallenen antreten lassen. Am Ehrenmal legte Ehrenmitglied Herr Lehrer Ridder einen Kranz nieder. Währenddessen spielte die Musikkapelle das Lied vom guten  Kammeraden. Dem schloss sich die Gedenkrede von Lehrer Ridder an. Gegen 15.30 Uhr traf der Schützenzug im Festzelt ein. Die Schulkinder die dem Zug gefolgt waren, gingen gleich an die Arbeit und führten zur Erbauung aller Zuschauer wunderschöne Spiele auf, wofür die Schulkinder durch reichen Beifall aller
Zuschauer gedankt wurden. Der Vorsitzende sprach der Lehrerin Worte des Dankes aus, da sie ja die Sachen mit den Kindern vorzüglich eingeübt hatte. Das Tagesprogramm sah weiter
eine Verlosung vor. Als auch die beendet war, begann gegen 19.00 Uhr abermals der Festball, der noch mehrere Stunden anhielt. Als die Fahne gegen 24.00 Uhr eingebracht wurde, ging das schöne Schützenfest 1956 zu Ende.   

 

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