Schützengesellschaft Börnste e. V.  1751

Museum

Die Protokollbücher / Buch 3

 

2000
Seite 74 - 83

 

Generalversammlung

Erst wenige Tage trennten uns vom Milleniumfieber. Politik, Wirtschaft, aber auch jeder von uns war hiervon erfasst. Vom möglichen Zusammenbruch von Industrieunternehmen, riesigen Schäden bei Banken und Versicherungen, dem Ausfall von Verkehrsleitsystemen, möglichen Flugzeugabstürzen und dergleichen mehr war vor dem Jahrtausendwechsel die Rede, weil EDV-Systeme älterer Bauart nicht 2000 - fähig waren. EDV-Entwickler der 70er und 80er Jahre hatten nicht damit gerechnet, dass ihre Systeme den Jahrtausendwechsel erleben. Aber von geringfügigen Ausnahmen abgesehen trat keine der Befürchtungen ein. Offensichtlich hatte man allerorts die richtigen Vorbereitungen getroffen, oder aber die allseits bekannte "Werbetrommel" der EDV-Anbieter hatte besonders gut funktioniert. Unrecht behielten auch die vielen "Weltuntergangspropheten", die aus innerer Überzeugung der Scharlatanerie den Menschen Angst einzuflößen versuchten.

Unsere Erde drehte sich am ersten, zweiten und dritten Tag des neuen Jahrtausens wie seit Millionen von Jahren und auch am 8. Januar weiter, als Josef Lücke einmal mehr an die 70 Schützenbrüder im Hause Waldfrieden zur Jahreshauptversammlung begrüßen konnte.

Neben unserem Königspaar Hubert Sommer und Rita Geldermann, denen er für die gelungene Regentschaft während des Schützenfestes und anderen Veranstaltungen im Laufe des Jahres dankte, galt ein besonderes Wort den Ehrenmitgliedern Paul Mühlenbäumer und Ludger Kuhmann, der Familie Knepper, in deren Räumen seit 1961 fortlaufend die Generalversammlungen abgehalten wurden und der Familie Overbeck, welche seit nunmehr 50 Jahren die Börnster Vereinsveranstaltungen mit Getränken versorgt. Festwirt Otto Havestadt war leider nicht anwesend.

Mit einem stillen Gebet gedachte man den Verstorbenen unserer Bauerschaft. Ein Rückblick über das vergangene Jahr führte zur Tagesordnung. Es waren gelungene Veranstaltungen, so die Meinung der Schützenbrüder, die auch vom Vorstand geteilt wird.

Mit dem Jahresbericht wurden die verschiedenen Aktivitäten nochmals in Erinnerung gebracht. Über die wirtschaftliche Situation berichtete Bernhard Gövert und gab hierzu den besonderen Hinweis, bei allen positiven Zahlen nicht die bevorstehenden Belastungen im Zusammenhang mit dem Jubiläumsfest aus den Augen zu verlieren.

Auf Antrag der Kassenprüfer Werner Sicking und Heinz Brambrink wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Als neuer Kassenprüfer wurde Viktor Weiling vorgeschlagen und von den Versammelten gewählt. 

Wie in der Satzung festgelegt, mussten die Vorstandsmitglieder Hubert Sommer, Franz-Josef Schürhoff und Heinz Potthoff ihte Ämter zur Verfügung stellen. Wiederwahl wurde vergeschlagen. Per Akklamation sprachen die Schützenbrüder den bisherigen Vorstandsmitgliedern für weitere drei Jahre ihr Vertrauen aus. Sie nahmen die Wahl an. Sowohl alle Fahnenoffiziere wie auch Fahnenschläger sagten für das kommende Jahr ihre Unterstützung zu.

Die Frage des Vorsitzenden an die Vereinsmitglieder, ob im kommenden Jahrtausend, speziell aber in 2000 ein Schützenfest gefeiert werden soll, wurde mit einem deutlichen "Ja" beantwortet. Der Vorstand wurde beauftragt, alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

Das Fest soll in der Zeit vom 27. bis zum 29. Mai stattfinden und wie in den vergangenen Jahren am Samstag um 17.00 Uhr nit einem Festgottesdiesnt im Zelt beginnen. Der sonst übliche Festablauf bleibt bestehen. Die musikalische Gestaltung soll ebenfalls wie in den vergangenen Jahren der Gruppe Hotline, dem Musikverein Asbeck, dem Kolping-Spielmannszug und dem Musicpark Göckener übertragen werden. 

Im vergangenen Jahr wurde der Antrag gestellt, die Satzung des Vereins zu ändern, um somit auch Frauen die Mitgliedschaft zu ermöglichen. Hierrüber wurde lebhaft diskutiert. Königswürde, Beteiligung am Vogelschießen, Damenkompanie, Verstandsversammlungen, öffentliche Veranstaltungen und insbesondere die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Mitgliedsbeiträge, Schussgeld und Eintrittsfählchen begünstigter Familienmitglieder eines Schützenbruders waren Thema. Mit einem klaren Votum (14 Ja-Stimmen, 45 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen) stimmten die Schützenbrüder gegen eine Satzungsänderung.

Interessiert verfogten alle Anwesenden auch die Hinweise zu Planungen und Vorbereitungen des Vereinsjubiläums in 2001. Elf Gastvereine und vier Musikgruppen sollen eingeladen werden. Treffpunkt wird der Sportplatz in der Nähe des Hofes Mühlenbäumer sein. Von dort aus soll es dann am Samstagnachmittag im geschlossenen Zug zum Festzelt gehen, wo anschließend die Könige der Schützengesellschaft Börnste aus ihren Reihen den Kaiser ermitteln. 

Alle ehemaligen Börnster sollen zu dieser Jubiläumsveranstaltung schriftlich eingeladen werden.

Eine Festschrift ist geplant und erste Arbeiten hierfür sind bereits angelaufen.

Verschiedene Sponsoren sagten bereits ihre Unterstützung zu. So konnte die neue Vereinsfahne bei den Caritas - Werkstätten in Nordkirchen schon in Auftrag gegeben werden. Sie wird dort in Handarbeit hergestellt. Die Motive auf der neuen Fahne entsprechen den Motiven auf der uns bekannten Vereinsfahne. Weitere Anschaffungen sollen im Laufe des kommenden Jahes folgen. 

Ein Blick auf die Uhr machte deutlich, wie schnell die Zeit vergangen war, die uns durch Runden vom Königspaar, dem Festwirt Otto Havestadt, unserem Bierlieferanten Franz Overbeck und auch aus der Vereinskasse "versüßt" wurde.

Mit den besten Wünschen für das kommende Schützenjahr schloss Josef Lücke die Versammlung. In gemütlicher Runde verlief unser Winterfest, die letzte Veranstaltung im alten Saal des Hauses Waldfrieden.

 

Schützenfest 2000

"Ich wünsche Ihen Zeit, Zeit um anzuhalten!", so stand es im Grußwort unseres Vorstandsvorsitzenden zu unserem ersten Schützenfest im neuen Jahrtausend. 

Viele Börnster und auch Gäste aus den Nachbargemeinden von St. Viktor hatten sich diese Zeit genommen und kamen zum Gottesdienst, der von Herrn Dechant Stüper zelebriert wurde, in unser Festzelt. Am Abend gab die Band Hotline allen Festteilnehmern den notwendigen Schwung für eine "lange Nacht". Auch Festwirt Otto und Helfer konnten über mangelnde Beschäftigung hinter der Theke nicht klagen. So ging der erste Schützenfestabend, welcher noch unter dem "Siegel" unseres alten Königspaares stand und Börnstern wie auch Gästen in positiver Erinnerung bleibt, zu Ende.

Viel mehr als eine "Mütze Schlaf" hatten einige Schützenbrüder offenbar nicht bekommen als Franz Wilde am Sonntag um 13.30 Uhr den Befehl ausgab: "Schützenbrüder antreten!"

Unter den Klägen des Musikvereins Asbeck ging es zum Hof Gövert, wo unser Königspaar Hubert Sommer und Rita Geldermann trotz stürmischer Witterung, die sich im Laufe des Nachmittags noch erheblich steigern sollte, wartete. Gestärkt durch einige Korn, gespendet vom Königspaar, konnte der Rückweg zum Zelt zügig bewältigt werden und das Ringen um einen neuen Schützenkönig beginnen. Insignien und Flügel waren schnell vergeben und somit auch ein Wechsel des Kalibers erforderlich. Ohne Kunstpause gingen die Schützenbrüder trotz heftigen Sturms, welcher die Zeltkonstruktion lautstark und auch sichtbar belastete, weiter aus Werk. 

Schließlich konnte Dirk Wieschhörster das Rennen um die Königswürde, an dem sich auch Roland Wieschhörster  bis zum Schluss beteiligte, für sich entscheiden. Als Mitregentin wird ihn Iris König im kommenden Jahr unterstützen.

Zahlreiche Gäste aus den umliegenden Vereinen, aber auch Feunde, Kollegen und die Familien des Königspaares gehörten am Abend zu den Gratulanten. Sie werden wie der Schreiber des Protokolls ein Stück der Freude erlebt haben, die von unserem Königspaar ausging. So ging auch dieser Abend für viele erst in den Morgenstunden des Montag, für die Nachbarn erst nach einer Stärkung im Hause der Königin zu Ende.

Mit einer Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal begann der Montagnachmittag. In einer Ansprache erinnerte unser Bürgermeister Jan Dirk Püttmann an den Unfrieden, das Leid, das in den Teilen der Welt, auch in Europa, Völker und Volksgruppen heimsucht und unser Glück, in Deutschland inzwischen 55 Jahe in Frieden und 10 Jahre in Wiedervereinigung leben zu können.

Das traditionelle Kaffeetrinken, zu dem auch Vertreter der Pfarrgemeinden, der Banken, der Verwaltung und der Wirtschaft eingeladen waren, war ausgesprochen gut besucht. Auch die Lose fanden reißenden Absatz. Die eigens für die kleinen Festteilnehmer hergeschaffte Hüpfburg konnte witterungsbedingt nicht aufgebaut werden.

In familiärer Atmosphäre und musikalisch begleitet vom Musicpark Göckener fand das Schützenfest 2000 mit der Abendveranstaltung und dem Eierbacken beim König seinen Abschluss.

 

Sonstige Veranstaltungen

Im März diesen Jahres unternahmen die Senioren und Seniorinnen unseres Vereins eine Besichtigung der Tierklinik Karthaus. Bei Kaffee und Kuchen im Hause Waldfrieden konnten anschließend die frisch gewonnenen Eindrücke moderner Tiermedizin diskutiert werden.

Königsbier und Erntefest, die wie gewohnt in Willi´s Festscheune gefeiert wurden, waren aufgrund anderer Veranstaltungen nur relativ mäßig besucht. 

Förmlich ins Wasser fiel das Fußballturnier im August des Jahres. Den Börnster Aktiven war es leider nicht vergönnt, einen Pokal zu erringen.

 

Vorstandsarbeit

Neben den jährlich wiederkehrenden Vorbereitungen für unsere Vereinsveranstaltungen wurden im Hinblick auf das Jubiläum umfassende Arbeiten am Vereinsgrundstück und der Vogelstange von Mitgliedern des Vorstandes, Fahnenoffizieren, Fahnenschlägern und auch anderen freiwilligen Helfern durchgeführt.

Zeit nahm auch unsere Verein- und Heimatchronik in Anspruch, die in diesem Monat in den Druck gehen wird. Neben dem Einsatz, der mit Blick auf das kommende Jahr vom Vorstand und auch allen anderen Funktionsträgern gefordert ist, bleibt es eine positive Erinnerung zu erleben, wie ein Team mit der gestellten Aufgabe wächst und zusammenschweißt.

Ich als Schreiber hoffe, das dieser Funke überspringt und sämtliche Börnster erfasst, dann kann unser Jubiläumsfest im Jahr 2001 nur ein Erfolgt werden.    

    

 

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